Coach, Berater, Agentur – Wie findet man raus, wer wirklich hilft?

„Mir ist Ihr Profil aufgefallen. Ich bin Experte für xyz und verbessere Ihre Verkaufschancen/ Ihre Karriere/ Ihr Leben (wahllos durch andere Bereiche zu ergänzen).“ Wer bekommt sie nicht ständig vor die Nase? Solche und andere plumpe Nachrichten von Coaches, Beratern und Agenturen. Meine Linkedin Inbox, der Facebook Feed und sogar Instagram (Hey! Das war mal das nette und ästhetisch wertvolle Netzwerk!) sind voll davon.

Würde man nicht hin und wieder etwas anderes machen als mit Social Media (arbeiten!?), man hätte das Gefühl, es gibt mehr Coaches, Berater und Dienstleister als Menschen, die tatsächlich Unternehmen am Leben halten.

Ich darf das sagen, ich bin selbst unter anderem als Berater unterwegs. 😉

Und auch für alle anderen, die in diesem Bereich seriös ihr Geld verdienen, sind diese Tricks und Maschen nicht schön. Oft werden wir alle in einen Topf geworfen. Dabei gibt es – wie in anderen Bereichen auch – solche und solche. Doch wie findet jemand, der aktiv auf der Suche nach Weiterentwicklung, Beratung und digitaler Unterstützung ist, die passende Hilfe?

Ich beschränke mich in diesem Beitrag mal auf den Tech Bereich. Da kenne ich mich aus und da kann ich weiterhelfen. Alle anderen Bereiche des Lebens sind nicht meine Baustelle. Da kann ich erzählen, was ich so treibe – z.B. in Sachen Sport und Ernährung – aber dazu berate ich nicht.

Und damit sind wir auch schon beim ersten Grundsatz: Ein echter Experte wird – meiner Meinung nach – immer eine genaue Einschätzung geben können, für was genau sie/ er denn Experte ist. Sollte jemand dafür keine Beschreibung parat haben, ist äußerste Vorsicht geboten.

Sowieso dürfen Kunden und Auftraggeber manchmal ruhig ein bisschen kritischer sein. Sonst stellt sich erst im Nachhinein heraus, dass wichtige Eckpunkte einer Zusammenarbeit – etwas wenn es um eine Website, App oder sonstige Software geht – am Anfang nicht besprochen wurden. Somit werden diese Eckpunkte auch nicht im Angebot des Dienstleisters eingepreist und es entstehen Grauzonen in der Zusammenarbeit, die später in Frust enden. Bestes Beispiel „Unsere 3 Jahre alte Website wurde gehackt. Wie kann das sein, die war teuer.“ – „Nein. Die war von Anfang an ein Chaos.“

Mehr dazu auch im YouTube Update zu diesem Beitrag. Dort beschreibe ich auch unseren Sales Prozess bei der cdt digital GmbH.

Natürlich gibt es auch Kunden, die hier selber Schuld sind. Budgetverhandlungen sind in Ordnung, aber wer gerade im technischen Bereich rigoros sparen will, kauft sich Folgeprobleme oft gleich mit ein. Es schadet also nicht, wenn der Kunde sich vorab selber ein paar Gedanken zum Thema macht und klar formulieren kann, was die kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Erwartungen an die Zusammenarbeit sind.

Und: Egal welche Art von externer Unterstützung. Man darf den Leuten auf den Zahn fühlen. Das erfordert natürlich ein wenig zusätzliche Recherche Gerade dann, wenn man selber von der Materie keine Ahnung hat. Die fachliche – und die menschliche Ebene sollten passen, damit eine Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt ist und sich für beide Seiten gut anfühlt.

Das mag jetzt esoterisch klingen. Aber gerade in einer Zeit, in der immer mehr digitale Freelancer für Unternehmen arbeiten und ansonsten zunehmender Fachkräftemangel herrscht, ist es wichtig nicht mit Internen sondern auch mit Externen effiziente aber entspannte Arbeitsstrukturen zu schaffen.

Viel wichtiger als den Preis zu drücken wird also in Zukunft sein, dass man sich auch beim 2. oder 3. Folgeauftrag noch in die Augen schauen kann – egal ob im gleichen Raum oder per Videocall.