Nomadenleben: Lieblingsteile

Hätte ich diesen Beitrag am Anfang des Monats geschrieben, hätte er sicher anders ausgesehen. Wahrscheinlich wäre die Auflistung meiner Lieblingsteile auch einfach nur umfangreicher gewesen. Nachdem ich aktuell das zweite Mal ausgemistet habe, bin ich mir langsam etwas sicherer, welche Dinge wirklich täglich mit dabei sein müssen.

YouTube-Video: Roomtour durch meinen Storage Space

 

Verpackungen

Ich fange mal damit an, meine Erfahrungen in Sachen Rucksack-Einkauf zu teilen.

Mir war wichtig, dass mein Reisebegleiter möglichst groß ist – aber auch als Handgepäck mit ins Flugzeug darf. Außerdem wollte ich eine gewisse Ordnung haben. Viele Rucksäcke haben nur ein großes Fach, sodass nach ein paar Tagen Schuhe, Schmutzwäsche und Arbeitsmaterialien chaotisch durcheinander fliegen. Meinen aktuellen Rucksack habe ich tatsächlich zufällig und auf Reisen gefunden – bzw. mir bei einer anderen Reisenden abgeguckt. So konnte ich ihn mir bereits vor dem Kauf genauer anschauen und nach Erfahrungen fragen.

Von der Aufteilung her entspricht er eher einem kleinen Koffer, also mit zwei Hauptfächern mit Reißverschluss. Klappt man diese auseinander, braucht man erst mal keinen Kleiderschrank um alles ordentlich zu halten. Für Arbeitsmaterial und Kleinteile gibt es ausreichend Fächer. Zusätzlich habe ich immer noch kleinere Taschen und Packsäcke mit dabei, um Dinge auch mal umräumen zu können.

 

Büro

Ganz vorne mit dabei sind natürlich alle Dinge, die ich für meine Arbeit brauche. Meinen Drucker habe ich auch behalten, aufgrund des Bürokratie- und Brief-Wahnsinns in Deutschland. Aber der passt natürlich nicht in den Rucksack.

Täglich mit dabei sind:

  • Laptop
  • Smartphones
  • Ladegeräte
  • Reise-Stecker (wenn’s ins Fremd-Stecker Ausland geht)
  • Kopfhörer

Aktuell bin ich mit meinem Reise-Setup noch nicht so ganz happy. Mein alter 17″ Gaming-Laptop war zu schwer, um ihn mitzunehmen. Jetzt gerade arbeite ich mit einem simplen 15″ Lenovo, der zwar leichter ist, aber auch von der Leistung her nicht zu vergleichen. Alternativ habe ich noch ein 10″ Convertible, das noch darauf wartet, eine aktuelle Linux-Version aufgespielt zu bekommen.

 

Kleiderschrank

„Wie schaffe ich es, zwar mit minimalem Gepäck zu reisen, aber nicht danach auszusehen?“, war meine Anfangsfrage beim ersten Rucksack-Packen.

Allerdings bin ich ja auch in den letzten Jahren nur mit Handgepäck gereist und konnte diese Erfahrungen nutzen. Im Endeffekt ist auch viel wichtiger, dass man die Sachen abends kurz ordentlich aufhängen oder noch einmal bügeln kann. Und natürlich eine gewisse Auswahl, um für jedes Wetter gerüstet zu sein.

Würde ich jeden Tag Instagram-Fotos posten, müssten sich meine Follower einfach daran gewöhnen, dass ich nicht immer neues Outfit anhabe. Auch die Accessoires habe ich auf ein Minimum reduziert. Trotzdem bekomme ich mit meiner Auswahl auch ein Party-Outfit inkl. High Heels und Handtäschchen hin.

Meine Klamotten-Auswahl besteht aktuell aus:

  • Kurze Hose
  • Lange Hose
  • Jeans
  • Rock
  • T-Shirts
  • Blusen
  • Kleider
  • Mini-Handtasche
  • Regenjacke

Richtig gut finde ich meine winddichte Regenjacke. Einen Plastik-Poncho habe ich wieder aussortiert. Der wäre theoretisch für Fahrradfahren bei Starkregen geeignet gewesen. Aber bisher bin ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen, bei Starkregen Fahrrad fahren zu müssen.

Tatsächlich werde ich beim Einkaufen nun noch mehr auf die jeweiligen Eigenschaften der Klamotte achten. Ich kaufe zwar schon länger viele Dinge in Outdoor-Läden ein. Wirklich schicke Kleider mit Reise-Qualitäten sind aber leider schwer zu finden.

 

Fitness-Studio

Zu Beginn hatte ich tatsächlich noch gedacht, es würde Sinn machen, Gym-Equipment im Rucksack zu haben. Macht es aber überhaupt nicht. Thera-Bänder und andere Dinge sind wieder rausgeflogen, weil ich sie eh nicht benutze… und auch vorher nicht benutzt habe.

Wirklich hilfreich sind schnell trocknende Lauf-Klamotten und Turnschuhe mir einer gewissen Waschmaschinen-Tauglichkeit. Meine Yoga-Matte habe ich bisher auch noch nicht benutzt. Aber da ich mir ja fest vorgenommen habe, dafür wieder mehr Zeit zu finden, darf sie vorerst dabei bleiben.

Gute Dienste leisten:

  • Lauf-Sachen
  • Turnschuhe
  • Weight Lifting Gloves
  • Springseil

YouTube-Video: Nomadenleben & Sport

 

Badezimmer

Es ist wirklich interessant, wie viele Dinge sich so in einem Badezimmer ansammeln – und wie viele man davon einfach nicht braucht. Mit ein bisschen Dreistigkeit oder Unterstützung der jeweiligen Hotel-Rezeption könnte ich mein Kulturtäschchen wahrscheinlich sogar ganz aufgeben. Bisher genieße ich aber noch den Luxus von flüssigem Shampoo. Ich brauche einfach die Drogerie-Artikel auf, die ich noch in der alten Wohnung hatte.

Sobald ich wieder Dinge nachkaufen muss, möchte ich ein bisschen mehr auf die Nachhaltigkeit achten. Zusätzlich zum Seifenstück für Hände und Körper, möchte ich mir auch ein festes Shampoo besorgen. Auch schaue ich mich nach einer anderen Deo-Variante um. Und eigentlich wäre natürlich ein Rasier-Hobel besser für die Umwelt als Einweg-Rasierer.

Zahnpasta hatte ich schon einmal durch Tabletten ersetzt. Damit haben sich meine Zähne aber nicht sauber angefühlt. Auch von meinen Tages-Kontaktlisen kann ich mich bisher nicht trennen.

Kulturtäschchen-Inhalt+:

  • Seifenstück
  • Shampoo
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Sonnencreme
  • Deo-Stick
  • Rasierer
  • Kontaktlinsen
  • Handtuch

So ein Mikrofaser-Handtuch, das sich klein zusammenfalten lässt, ist am Anfang ein bisschen gewöhnungsbedürftig, weil die Flauschigkeit fehlt. Ich bin bisher aber noch nicht daran gestorben und es spart einfach ungeheuer viel Platz im Rucksack.

 

Küche & Co.

Zugegeben, ich hatte bis jetzt noch keine Situation, wo ich meinen Haushalts-Kram wirklich einmal ausführlich gebraucht habe – abgesehen von meiner Isomatte. Die entfaltet und füllt sich von alleine, ist 10cm dick und hat bereits gute Dienste als Gästebett geleistet. Nun nutze ich sie als Reise-Matratze. Normalerweise werden die Teile an Bergsteiger verkauft, die im Basis-Lager auf dem Himalaya nicht erfrieren wollen.

Die Trinkflasche ist immer mit dabei – und erinnert mich daran, dass ich noch mehr Wasser trinken müsste. Der Kaffee-Becher war auch schon im Einsatz. Ich hatte erst einen typischen ToGo-Becher und bin jetzt auf einen mit Schraubverschluss umgestiegen, der komplett dicht abschließt.

Haushalts-Kram:

  • Trinkflasche
  • Kaffeebecher
  • Besteck
  • Klappschüssel
  • Nackenkissen
  • Schlafsack
  • Krimskramstasche
  • Isomatte

Meine Krimskrams-Tasche ist quasi das, was manch einer als Chaos-Küchenschublade kennt. Einfach Dinge, die man vielleicht noch mal brauchen könnte. So etwas wie LED-Fahrradlampen, ein Zahlenschloss, Pflaster oder ein Mini-Zollstock.

 

Sonst noch was?

Ich habe sicher ein paar Teile in meiner Auflistung vergessen. Insgesamt kommt es aber einfach darauf an herauszufinden, welche Dinge ich in meinem Reise-Alltag wirklich brauche. Als großer Pac Man Fan stand ich letztens zum Beispiel vor der Lidschatten-Palette aus dem Beitragsbild. Schon eine coole Idee, Computerspiele und Make up zu verbinden. Früher hätte ich sie wahrscheinlich gekauft, einmal ausprobiert und dann in meiner Schminkschublade verschwinden lassen – auf Nimmerwiedersehen. Heute ist mir bei solchen Kauf-Ideen sofort klar, dass der Platz im Rucksack begrenzt ist und dafür dann ein anderes – wahrscheinlich wichtigeres – Teil dafür rausfliegen würde. Also ist die Lidschatten-Palette im Laden geblieben.

 

Work & Travel Disclaimer

Während meiner Reise arbeite ich ganz normal weiter. Man kann mich für Vorträge, Workshops und Management Trainings buchen, oder Projekt-Unterstützung anfragen. Auch die verschiedenen Projekte der cdt digital GmbH werden fortgesetzt.