Nomadenleben: loslassen

Jedes Mal, wenn ich in den letzten Monaten einen Zug oder ein Flugzeug besteigen musste, um zurück an meinen Wohnort zu gelangen, hat sich Widerstand in mir geregt. Weltweit treffe ich tolle interessante Menschen, kann mich mit ihnen austauschen und viel lernen. Zuhause hat für mich lange nur noch bedeutet: Briefpost abarbeiten, mit Institutionen und Verwaltungsthemen auseinandersetzen, Sachen umpacken, zum nächsten Termin. Das wird sich jetzt ändern. Ich werde von August an nur noch auf Reisen sein.

 

 

Mit darf nur, was in meinen Rucksack passt

Meinen Wohnsitz habe ich bereits abgemeldet, den kompletten Haushalt radikal ausgemistet. Am Ende dürfen 10-12 Kisten übrig bleiben, die ich einlagere. Mitkommen wird nur ein Rucksack in Handgepäck-Größe. Der Plan ist aber nicht, mich damit irgendwo auf einer Insel niederzulassen. Ich will die europäische Tech Szene noch besser kennen lernen und darüber bloggen. Wo tummeln sich die interessanten Startups in deutschen Kleinstädten? Wie geht es Unternehmern in Griechenland nach der Bewältigung der Wirtschaftskrise? Was passiert in den Staaten der Osterweiterung in Sachen technischer Innovation?

Gleichzeitig werde ich natürlich arbeiten. Man kann mich weiterhin für Vorträge, Workshops und Management Trainings buchen, oder Projekt-Unterstützung anfragen. Auch die Arbeit an unseren verschiedenen Projekten läuft ganz normal weiter.

 

Zeit für Abenteuer

Abgesehen von der Minimalismus-Erfahrung und den bestimmt vielen interessanten Begegnungen, will ich meine Reise auch nutzen, um eigene Grenzen zu überwinden. Ich bin zum Beispiel noch nie irgendwo hingereist, wenn vorher nicht klar war, wo ich übernachten werde. Das wird meine erste Aufgabe für ein Wochenende im August. Außerdem stehen noch ein paar andere Dinge auf meiner Erfahrungs-Wunschliste.

Und keine Sorge: Auch den Briefkasten werde ich hin und wieder besuchen, um mit den deutschen Behörden in Kontakt bleiben zu können.