Ready, Player One?

Steven Spielberg hat den Science Fiction Roman „Ready Player One“ von Ernest Cline verfilmt. Popkultur und Virtual Reality werden gefeiert, aber nicht ohne kritische Untertöne. Dabei wird nicht die Technologie in Frage gestellt, sondern die zweifelhaften Allmachtsfantasien ganz realer Menschen.

Im Jahr 2045 verbringen die meisten Menschen viel Zeit in der Oasis (Abkürzung für: Ontologically Anthropocentric Sensory Immersive Simulation), einer virtuellen Welt in der man alles machen kann, was einem Spaß macht. „Die einzige Grenze ist die eigene Fantasie“. Auch der Teenager Wade Watts verbringt viel Zeit in der Oasis und trifft dort seine Freunde, die er noch nie im realen Leben gesehen hat.

Erschaffen wurde die Oasis vom nerdigen Spiele-Entwickler James Halliday. Kurz bevor dieser stirbt, ruft er einen Wettlauf um die Kontrolle über die Oasis aus. Zusätzlich gibt es ein Vermögen für denjenigen, der drei Aufgaben löst und so an drei Schlüssel kommt. Verwaltet werden diese von Halliday’s Avatar namens Anorak.

Neben Spielern wie Wade, der Hallidays Biografie fast so gut kennt wie seine eigene, arbeitet auch das Großunternehmen IOI (Abkürzung für: Innovative Online Industries) fieberhaft daran, den Wettlauf um die Schlüssel zu gewinnen. Während Wade und seine Freunde die Oasis für die Spieler und ihre Avatare bewahren möchten, will IOI die Oasis-Bewohner vor allem in für das Unternehmen lukrative Angebote zwingen. Entsprechend groß ist der finanzielle Aufwand, den IOI betreibt, um alle drei Schlüssel zu finden. Und auch vor kriminelle Handlungen in der realen Welt schreckt IOI CEO Nolan Sorrento nicht zurück.

Und so ist Ready Player One nicht nur ein Science Fiction Film über Computerspiele oder Virtual Reality, sondern verfolgt auch sehr konsequent die Frage nach Freiheit der Nutzer in der Online-Welt: Wem gehört die Oasis und darf ein Unternehmen die Vorherrschaft in der virtuellen Welt übernehmen, sodass alle Nutzer von Produkten dieses Unternehmens abhängig werden?

Eine Frage, die wir so eins zu eins in unser reales Leben im Jahr 2018 übernehmen und auf die Vorherrschaft im Internet übertragen können. Aus Steven Spielbergs Film können wir lernen, dass Nutzer sehr wohl einen Einfluss auf Entwicklungen in ihren Online-Communities haben. Man muss diesen nur wahrnehmen und sich dabei der Verflechtung von realer und virtueller Welt bewusst sein.

Beitragsbild: Filmplakat Warner Bros.

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