Wie Sie verhindern, dass der Kühlschrank Ihren Arbeitsplatz angreift

Dieser Text ist Teil der IT Sicherheits-Broschüre (nicht nur) für Politiker, die Sie hier kostenfrei herunterladen können. Die Broschüre richtet sich an Bundestags-Abgeordnete und deren Mitarbeiter, Parteien und Behörden, aber auch an Unternehmens- und Privatanwender, die sich mit den Technologien und Themen der IT Sicherheit beschäftigen und ihre eigenen Netzwerke absichern möchten.

 

Wir leben in einer vernetzten Welt. Immer mehr Geräte sind mit dem Internet verbunden und gleichzeitig auch noch miteinander vernetzt. Doch nur wenige Menschen können die dadurch entstehenden komplexer werdenden digitalen Netzwerke überblicken und etwaige Sicherheitslücken nachvollziehen. Viele Nutzer wünschen
sich, dies irgendwo einmal gelernt zu haben.

 

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Bild: Bobboz, Adobe Stock

 

Denn nur wer die technischen Grundlagen von Datenschutz und IT-Sicherheit versteht, kann sich dem Thema Datensicherheit annehmen und kritische Fragen stellen, wie es mündige Verbraucher tun sollten. „War das jetzt ein tatsächlicher Hacker Angriff , oder hat da ein Anbieter einfach nur seine Produkte nicht ausreichend abgesichert, sodass jemand diese Lücke ausnutzen konnte?“

Das Ergebnis ist zwar das gleiche, der Unterschied aber entscheidend. Denn häufig haben es vor allem Privatpersonen und kleinere Unternehmen nicht mit gezielten Attacken zu tun, sondern werden Opfer von Angriffen auf Anbieter, denen sie wiederum Teile ihrer IT Infrastruktur anvertraut haben.

Haben Sie schon einmal eine Liste aller Geräte in Ihrem Haushalt und Büro gemacht, die direkt oder indirekt mit dem Internet verbunden sind? Das Gerät, das am häufi gsten vergessen wird ist der Internet-Router. Und auch, dass Lautsprecher, Türklingeln, Thermostate und Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke
mittlerweile vernetzt sind, ist vielen Nutzern nicht bewusst. So kann der moderne digitale Kühlschrank zur Bedrohung für den Laptop im
Arbeitszimmer werden. Security by Design ist den Herstellern als Prinzip bekannt, wird aber immer noch viel zu selten nachhaltig umgesetzt. Und auch Anwender sind kreativ in der Umgehung von Sicherheits-Einstellungen, wenn es der Bequemlichkeit dient und sie es nicht besser wissen.

Dabei funktioniert IT-Sicherheit wie impfen. Je mehr Privatanwender und Unternehmen zumindest ein mittleres Schutzlevel erarbeiten, desto sicherer sind wir alle im Internet unterwegs. Am schnellsten erreichen wir dies, wenn Politik und Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen. Wir brauchen ein Bekenntnis zur strukturellen IT-Sicherheit
als Basis für eine nachhaltige Digitalisierungs-Strategie. Dazu zählt für mich sowohl eine digitale Bildungsinitiative in den Schulen, als auch ein zeitnah verfügbares und umfassendes E-Government Angebot. Behörden sollten eine Vorbild-Funktion
einnehmen und digitale Kompetenzen ausbilden sowie valide Daten und sichere
Verwaltungs-Funktionen anbieten. So lohnt sich für Unternehmen die Investition in das papierlose Büro und die entsprechende Weiterbildung der Mitarbeiter. Denn wir dürfen Arbeitnehmer und Rentner nicht vergessen. Digitale Transformation ist kein Junge-Leute Thema, sondern ein gesamtgesellschaftlicher Umbruch!

Wir brauchen ein Parlament, das sich eine sichere digitale Zukunft vorstellen kann, dieser Vision Priorität einräumt, gesetzliche Grundlagen schaff t und die Bürger mitnimmt. Nur so können wir unseren digitalen Rückstand aufholen und gleichzeitig verhindern, dass unsere Haushaltsgeräte und Arbeitsplätze Opfer von vermeidbaren
Hacker Angriffen werden.

 

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