Cloud: Welche Business Lösung passt zu Ihnen?

Einige Unternehmen sind schon up to date und nutzen ganz selbstverständlich Cloud-Lösungen. Schließlich lassen sich dadurch Hardware-Kosten sparen, Speicherkapazitäten flexibel erweitern und von verschiedenen Endgeräten problemlos an gemeinsamen Daten arbeiten. Andere Unternehmen sind noch skeptisch, Firmengeheimnisse auszulagern. Neben der Angst vor unbefugtem Zugriff, steht auch die Diskussion um den Datenschutz und die jeweilige Rechtslage im Raum. Welche speziellen Cloud-Lösungen für Business-Anwendungen gibt es und wie ist der aktuelle Stand im Rechtsbereich?

Natürlich können Sie die gängigen Cloud-Lösungen für Privat-Anwender – wie etwa Google Drive, OneDrive, Evernote, Dropbox, usw. – auch beruflich nutzen. Manche dieser Anbieter haben Ihre normalen Services mittlerweile auch um Business Funktionen ergänzt. Einen guten Überblick bietet dieser Chip-Artikel. Auch Microsoft bietet mittlerweile One Drive for Business an. Für Unternehmen, die sowieso die komplette Office Reihe nutzen, kann dies durchaus interessant sein. Viele Firmen zweifeln jedoch vor allem noch an den Sicherheits-Standards und verbieten ihren Mitarbeitern jegliche Cloud-Anwendungen. Häufig stehen veraltete Compliance-Standards im Weg.

Tech devices and cloud over modern mobile phone
Bild: sdecoret, Fotolia.com

Ein aus Compliance-Sicht meist unkomplizierter Bereich, ist das Marketing. Hier lohnt es sich über den Umstieg auf die Adobe Creative Cloud nachzudenken, falls Sie dies noch nicht getan haben. Sie erleichtert die Zusammenarbeit durch einen gemeinsamen Speicherplatz und die Möglichkeit, die verschiedenen Adobe Programme wie Photoshop, InDesign, Illustrator, Dreamweaver sowie zur Verfügung gestellte Bibliotheken von unterschiedlichsten Geräten aus zu nutzen – besonders praktisch für Kreative im Home Office. Neben der Speicher- kann häufig auch an Rechenleistung gespart werden.

DAS Cloud-Thema sind momentan Datenbanken. Ganz vorne mit dabei ist Salesforce. Ein CRM (Customer Relationship Management) in der Cloud, was ebenfalls Zugriff von unterschiedlichsten Geräten zulässt. Theoretisch ein sehr praktisches Tool, das sich recht flexibel anpassen lässt – wenn ein Unternehmen ein entsprechendes Projekt mit entsprechenden externen Beratern aufsetzt. Zusätzlich zu Lizenzkosten für die eigentliche Anwendung kommen also hohe Implementierungs-Kosten. Zudem habe ich schon Umsetzungen gesehen, wo durch zusätzliche Sicherheits-Komponenten wiederum die Möglichkeiten der Cloud eingeschränkt wurden. So macht die Arbeit damit dann keinen Spaß, obwohl die Anwendungen und Add-ons, die Salesforce bietet, nicht nur umfangreich sondern auch Nutzer freundlich gestaltet sind.

Ähnlich wie Microsoft hat sich auch die Firma Citrix, deren Anwendungen etwa bei Finanzdienstleistern häufig genutzt werden, Gedanken zu einer passenden Cloud-Lösung zur Ergänzung bestehender Systeme gemacht. Hier steht ein umfangreiches Sicherheits-Paket zur Verfügung, welches aber nur Sinn macht, wenn Sie einen Mitarbeiter mit der Administration beauftragen.

Weniger kompliziert ist diese Lösung: Der deutsche IT-Dienstleister Vertical hat den Cloud-Ansatz genutzt und eine Art Plug & Play Box zusammen gestellt. Geräte werden bereits vorkonfiguriert an den Kunden geschickt. Die Software liegt in der Cloud bzw. im Rechenzentrum der Firma. Das spart den ein oder anderen Installations- und Update-Prozess, muss aber auch zum eigenen Geschäftsmodell und der IT-Infrastruktur passen.

Bei dieser Lösung ist aber zumindest ein rechtliches Problem ausgeschlossen: die Cloud-Server stehen in Deutschland und werden von einer deutschen Firma betreut. Die Rechtslage ist damit vergleichsweise einfach. Schwieriger wird es vor allem bei US-Anbietern. Die Diskussion um den entsprechenden Datenschutz hat vor allem mit den Veröffentlichungen von Edward Snowden Fahrt aufgenommen. Der Strato Blog beleuchtet die Rechtslage in Europa noch einmal genauer. Sollten Sie sich Sorgen um Firmengeheimnisse und Datenschutz machen, kommen Sie um die Kombination deutscher Anbieter + deutscher Server-Standort nicht drum herum.

Wenn Ihnen das jetzt sowieso alles zu schnell geht, fangen Sie in kleinen Schritten an. Wer kann in Ihrem Unternehmen von einer Cloud profitieren? Müssen alle Abteilungen über ein großes System miteinander vernetzt werden, oder haben für den Moment nur einzelne Abteilungen das Bedürfnis nach mehr Speicherplatz und Flexibilität? Welche Lösung lässt sich einfach und kostengünstig in Ihre bestehende Infrastruktur integrieren und wer soll für die Einrichtung und die Schulung Ihrer Mitarbeiter zuständig sein?(Schauen Sie sich vor allem den Teil zum Thema Passwörter in diesem Beitrag noch einmal an!) Egal ob CRM oder Co-Working, lokal oder in der Cloud – die Basis muss stimmen. Alle Mitarbeiter müssen wissen, wie das System funktioniert und auf saubere Datensätze achten!

Wenn Sie sich für eine Lösung interessieren, stellen Sie dem Anbieter nicht nur Fragen zum Speicherplatz. Auch der Weg dahin, also die Verschlüsselung der Verbindung zwischen dem Endgerät und der Cloud ist wichtig!

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